Gelesen Nr. 13 – Am Arsch vorbei geht auch ein Weg von Alexandra Reinwarth

Immer logger bleiben! Von Bikinifigur am Arsch vorbei über Familientraditionen am Arsch vorbei und Jammerlappen am Arsch vorbei bis hin zu Ratschläge am Arsch vorbei – Alexandra Reinwarth macht sich in diesem Selbstversuch unabhängig(er) von der Meinung anderer. Das Buch ist herrlich witzig und man erkennt sich daran oft wieder. Was macht man sich manchmal doch für Gedanken über die Meinung anderer und rödelt aus falschem Pflichtgefühl den ganzen Tag. Aber warum eigentlich? Und was passiert Schlimmes, wenn man das einfach mal nicht mehr macht? Richtig, man konzentriert sich auf das, was einem selbst wichtig ist! Den ein oder anderen Denkanstoß hat mir die Autorin auf jeden Fall mit auf den Weg gegeben – und auch ein paar unterhaltsame Lesestunden.

Gelesen Nr. 12: Time is honey. Vom klugen Umgang mit der Zeit von Karlheinz A. Geissler und Jonas Geissler

Zeit – was ist das überhaupt? Damit beschäftigt sich das Autoren-Vater-und-Sohn-Duo in Time is honey und stellt fest, dass es sich dabei keineswegs um das Phänomen handelt, das die Uhr anzeigt. Managen lässt sich diese Zeit nicht – wie auch? Jeder hat schließlich jeden Tag 24 Stunden zur Verfügung. Beherrschen lässt sich die Zeit schon gar nicht, dieses trotzige Etwas! Heute leben wir keineswegs nach der Zeit und mit der Zeit, sondern lassen uns jeden Tag von Uhren diktieren, quasi als Takt. Die Autoren sehen das nicht nur negativ, sondern beschreiben verschiedene Wege, wann es sinnvoll ist, nach der Uhrzeit zu leben, und wann man einfach lieber die Zeit selbst bestimmen lassen sollte. Das Ganze spicken sie mit vielen Informationen aus Wissenschaft und Technik Habt ihr schon mal versucht, einen ganzen Tag lang – etwa einen Sonntag lang – nicht auf die Uhr zu schauen? Das ist gar nicht so einfach. Ein ganz wunderbares Buch mit vielen Inspirationen.

Ökochallenge Nr. 15 – Öl im Gesicht

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So das Gesicht ist nun blitzeblank sauber und was kommt jetzt? Richtig, die Creme oder das Fluid! Beides besitze ich aber nicht, so kommt auf meine Haut pures Öl. Derzeit ist das Jojobaöl. Und ehrlich gesagt: Ich bin (noch?) nicht wirklich begeistert. Ich glänze nach dem Einölen wie eine Speckschwarte, was ja zu erwarten war. Außerdem vermisse ich tatsächlich den Geruch von parfümierten Cremes, so merkwürdig das auch klingt. Diese plastikverpackten Chemiebomben will ich mir aber nicht zumuten. Zudem werden noch immer die meisten Cremes mittels Tierversuchen „geprüft“. Also ich weiß auch nicht wirklich, vielleicht sollte ich das Selberrühren mal angehen. Oder auf ein anderes Öl umsteigen. Habt ihr mir vielleicht Tipps und Erfahrungswerte dazu? Dafür wäre ich sehr dankbar.

Gelesen Nr. 11: Aussteigen – Light!: Ein familientauglicher Ratgeber wie man mit wenig Geld komfortabel lebt von Andreas N. Graf

Mit einem 400-Euro-Job bringt der Autor seine Familie durch – und das ganz komfortabel! Is klar, ne! Am Anfang war ich sehr gespannt, welcher Blödsinn mich in diesem Buch erwartet. Doch bereits die ersten Seiten zeigten: alles hat Hand und Fuß! Graf lebt unkompliziert, er hat ein Auto und sogar ein Haus. Und der promovierte Philosoph arbeitet nur 2-3 Stunden pro Werktag, beispielsweise als Putzkraft oder im Lager. Sozialleistungen nimmt er nicht in Anspruch. Die Anekdoten, wie er das schafft, sind sehr kurzweilig formuliert. Eine Menge Kreativität kommt darin zum Vorschein, wobei sich Graf nicht als Selbstversorger verstanden wissen möchte. Er beschreibt ganz einfach aus seinem Alltag, was das Buch und den Autor sehr sympathisch macht. Einiges davon fand ich völlig logisch, beispielsweise genau zu überlegen, was man von dem jeweiligen Gegenstand erwartet und, bevor man ihn sich anschafft, zu recherchieren, wie das nachhaltigstes Preis-Leistungsverhältnis erzielt wird. In dieses fließen dann auch Themen wie Langlebigkeit, Wartung und Reparaturfähigkeit ein. Anderes ist zwar für ihn – und seine Familie – kein Problem, wäre aber sicher für viele ein Schritt zu viel, beispielsweise heizt er mit Schwartenholz. Alles in allem finden sich unzählige Inspirationen und Anregungen. Die Lektüre lohnt sich auf jeden Fall!

Ökochallenge Nr. 14 – Seife fürs Gesicht

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Um mit der Challenge voranzukommen, scheint es sich zu bewähren, einfach den Tagesablauf durchzugehen. Die Zähne sind also mit der Kurkumazahnpasta wunderbar weiß geschrubbt. Was kommt dann? Das Gesicht! Und das wasche ich nicht wie früher mit irgendeiner Lotion, die aus einer Plastiktube fließt und im schlimmsten Fall noch an Tieren getestet wurde. Nein, das wird seit einer Weile mit Gesichtsseife gereinigt. Komplett ohne Plastik und ohne Palmöl. Leider oder glücklicherweise hält die schon so lange, dass ich weder den Namen noch weiß, noch wo ich sie gekauft habe – nämlich schon über ein Jahr. Die lange Nutzungsdauer zeigt auch, dass ich begeistert von der Seife bin. Zwar kämpfe ich (mit 40!) immer noch ab und an mit Unreinheiten (dafür habe ich kaum Falten ;-)), doch seit ich das Waschen umgestellt habe, sieht die Visage schon viel ansehnlicher aus. Praktisch ist das feste Stück auch für Menschen, die öfter nur mit Handgepäck fliegen, schließlich zählt sie nicht zu den Flüssigkeiten und man kann zur Not den gesamten Körper damit entschmutzen.

Habt ihr auch Erfahrungen mit Gesichtsseife? Oder Empfehlungen?

 

 

Gelesen Nr. 10: Mythen, Weisheiten, Heilige Bücher: Hauptwerke der Religions- und Geistesgeschichte. Siegfried König

Gilgamesch, Ilias, Tora, Talmud, Koran, Bibel, Bhagavadgita, Yi Jing? Alles schon mal gehört? So ging es mir auch. Bis auf die Bibel habe ich jedoch nichts weiter vertieft. Alle diese Werke haben das Leben in großen Teilen der Welt beeinflusst und tun es mitunter bis heute. Zeit, sich selbst etwas genauer mit den Inhalten zu befassen. Siegfried König beschreibt gewohnt eingängig, was das Denken rund um den Globus prägt. Nun ja – ich gebe zu, beim Yi Jing bin ich ausgestiegen, ich verstehe das Orakel nicht, null, keine Ahnung was das soll. Die Infos zu Koran und Tora hatten jedoch einige Überraschungen parat. Aus der Bhagavadgita wiederum war mir schon vieles bekannt. König beschränkt sich nicht auf die oben genannten Bücher und kann hier selbstverständlich nur einen allerersten kurzen Einblick in die hochkomplexen Hintergründe vermitteln. Trotzdem bin ich begeistert – mal abgesehen von den bei diesem Autor anscheinend obligatorischen Kommafehlern.

Ökochallenge Nr. 13 – Zahnpasta selbst gemacht

Zahnpasta

Dem aufmerksamen Leser ist es nicht verborgen geblieben, dass ich mit meiner Ökochallenge total hinterherhinke. Aber den Kopf in den Sand stecken? Nö – nicht mit mir. Allein, es fehlt der Ideenreichtum. Um selbigen (wieder) zu finden bin ich einfach Schritt für Schritt meinen Tagesablauf durchgegangen: Ich schäle mich aus dem Bett, tapse ins Bad und greife zu Zahnbürste und Zahnpasta. Halt Moment, da war doch was! Zahnpasta ist in Plastik verpackt und mit allerlei chemischen Zusatzstoffen garniert. Hier könnte ich ansetzen. Flugs gegoogelt und ein einfaches Rezept gefunden: Kokosöl und Kurkuma, was ja als entzündungshemmendes Naturheilmittel bekannt ist. Dass es auch Zähne aufhellt, war mir neu. Beides habe ich eigentlich immer im Haus. Tatsächlich ist das Gefühl und der Geschmack beim Zähneputzen etwas ungewohnt, aber die Beißerchen werden durchaus sauber.

Ich gestehe, dass ich auch Besitzerin einer elektrischen Zahnbürste bin – natürlich aus Plastik. Die schmeiße ich nicht einfach weg, solange sie wunderbar funktioniert. Da fände ich den Frevel noch größer. Sollte sie eines Tages den Geist aufgeben, kann ich immer noch darüber nachdenken, auf Holz- oder Bambus umzusteigen.