Tipps und Tricks für die Shopping-Diät

Hallo liebe Gleich- und Andersgesinnte,

mittlerweile ist schon über die Hälfte der Shopping-Diät vorbei. Zeit, ein Resumee zu ziehen, das auch gerne als Tipps und Tricks verstanden werden darf.

Gelegenheit macht Käufe
Das Offensichtlichste zuerst. Man kann nur kaufen, wenn man kaufen kann. Während der Ladenöffnungszeiten durch Fußgängerzonen zu schlendern, ist nicht gerade zielführend, wenn man sich auf Shopping-Diät befindet – es sei denn, man möchte seine masochistische Ader ausleben. Für mich ist die das die absolut geringste Herausforderungen. Menschenmassen, zu heiß oder zu kalt, stundenlanges Hin- und Hergelaufe – das waren schon vor meiner Abstinenz nicht gerade meine liebsten Freizeitbeschäftigungen. Anders sieht es beim Onlineshopping aus. Das ist ja so bequem. Drei Mal geklickt und schon kommt zu mir nach Hause, was mein Herz begehrt. Und es ist mir bestimmt nicht nur einmal passiert, dass ich den virtuellen Warenkorb befüllt habe – um danach sofort die Seite zu schließen. Am besten also gar nicht erst schauen – das schaffe ich allerdings auch nicht immer.

Wie eine magische Liste Wünsche verschwinden lässt
Ich habe ein Zaubermittel gefunden. Alles, von dem ich glaube, ich bräuchte es unbedingt, schreibe ich auf eine Liste – für die Zeit nach der Shopping-Diät. Meist hat sich der Wunsch erledigt, wenn ich ein paar Wochen später wieder einen Blick auf die Liste werfe oder kann mir jemand erklären, wozu in aller Welt ich eine Hose mit Blümchenmuster brauche? Sowas stand tatsächlich auf meiner Liste, ich kann es nicht fassen!

Ersatzhandlungen
Achtung! Achtung! Höchste Gefahr! Ersatzkäufe sind mein wunder Punkt. Klamotten, Schuhe – pfffffff…. braucht kein Mensch. Reich bin ich dem letzten Halbjahr trotzdem nicht geworden. Wo die Knete hin ist? Sie hat sich in Bücher, Bücher, Bücher, Stoffe, Wolle und Essen verwandelt! Aber von Woche zu Woche kann ich mich auch hier etwas besser zusammenreißen. Vielleicht ist für nächstes Jahr eine Bücher-Shopping-Diät angesagt. Davor habe ich allerdings größten Respekt.

Lass dich inspirieren
Lese, Lese, Lese! Schau dir andere Blogs an, die sich mit ähnlichen Themen befassen. Schmökere Bücher über Konsumverhalten, über Selbstversuche, über DIY-Projekte. Ich weiß, das widerspricht meinem Tipp 3 ganz erheblich. Jedoch – immer, wenn ich ins Straucheln komme, motivieren und inspirieren mich die Gedanken, das Wissen und die Erfahrungen von ähnlich Gesinnten enorm, das Projekt durchzuziehen. Manchmal ist auch genau das Gegenteil hilfreich: Modeblogs und diverse Werbungen bringen mich nun nicht gerade dazu, die Wirtschaft anzukurbeln, vielmehr graut es mir vor den leeren Versprechungen und dem gedankenlosen Geldausgeben.

Newsletter-Abstinenz
Schon mal in einem Newsletter oder einem Katalog etwas entdeckt, wovon man vorher gar nicht wusste, das es existiert, das man aber unbedingt sofort haben muss? Das super Sonderangebot, das nur noch zwei Tage gültig ist, wenn man das verpasst, kommt die Gelegenheit nieeeeeee wieder? Das ultimative Oberschnäppchen, mit dem man so viel spart? Genau – alles Humbug. Deshalb bestellt man am besten gleich derartige Newsletter ab und führt Kataloge ungesehen dem Recycling zu.

UWYH
Werfe einen intensiven Blick in deinen Kleiderschrank! Noch besser, räume alles aus und werfe es auf einen Haufen. Und dann schau dir einfach mal fünf Minuten lang die Menge an, die sich da auftürmt. Wenn dann immer noch der Eindruck vorherrscht, man hätte nichts anzuziehen, dann probiere neue Kombinationen. Ziehe die Schrankleichen einfach mal an – wenn das gaaaaaaar nicht geht, haben sie auch in deinem Schrank nichts zu suchen. Da ich nun nicht gerade der größte Modeexperte bin, habe ich hier leicht reden. Sorry, für Leute, die viel Wert auf Trends und den neuesten Style legen, habe ich hier leider keine weiteren Tipps 🙂

DIY
Und auch der nächste Tipp ist vielleicht nicht für alle anwendbar, aber durchaus einen Versuch wert. Wenn tatsächlich etwas fehlt, dann mach es selbst. Ich kann natürlich keine Schuhe selbst machen – wobei mich das mal sehr reizen würde. Aber ich bin stolzer Besitzer einer (ähhhhh dreier) Nähmaschinen und diverser Stricknadeln. Es macht Spaß, mit den eigenen Händen etwas zu produzieren. Hände sind ja nicht nur dafür da, um auf Tastaturen zu hämmern oder Mäuse hin- und herzuschieben. Aber um allen Illusionen vorzubeugen: Das kostet Zeit und bei mir kommen derzeit auf ein tragbares Teil zwei TFTs (Teile für Tonne).

Go public
Der böse Schweinehund blamiert sich nicht gerne. Je mehr Menschen von dem Vorhaben wissen, umso genauer überlegt sich das Borstenvieh, ob es sein Projekt tatsächlich aufgibt und sich damit erst recht zum Gespött macht. Ob man bloggt oder/und seinem Freundeskreis und seiner Familie davon erzählt, spielt dabei keine Rolle. Eine Gefahr birgt die Veröffentlichung eines derartigen Plans jedoch: Mit Sicherheit haben nicht alle Menschen dafür Verständnis, ganz im Gegenteil, manche erklären einen regelrecht für verrückt. (Ganz ähnlich ist das übrigens, wenn man sich für eine vegetarische oder vegane Ernährung entscheidet.) Hier halte ich es mit den guten alten Ärzten: Lasse reden 🙂

Sonst nichts zu tun?
Shopping als Hobby zu betrachten, war mir schon immer fremd. Langeweile ist meiner Ansicht nach ein eigenartiger Grund, um seinen Kleiderschrank vollzustopfen. Und wenn man unbedingt ein teures Hobby braucht – empfehle ich das Nähen 🙂 Wobei es auch viele viele andere Möglichkeiten gibt, den Geldbeutel zu erleichtern. Gleichzeitig wimmelt es aber auch nur so von (fast) kostenlosen Freizeitbeschäftigungen. Wandern und Radfahren (nicht mein Fall), Picknick. Museen, ehrenamtliche Tätigkeiten und – Trommelwirbel – Bloggen etc. etc. pp.

Hinterfrage
Damit meine ich nicht nur die fast schon klassische Frage „Brauche ich das wirklich oder will ich das nur?“ Vielmehr bezieht sich das darauf, auch das Produkt selbst zu hinterfragen. Mag ich es in einem Jahr noch? Wie wurde es hergestellt? Was passiert damit, wenn seine Lebenszeit zu Ende ist? Wo bringe ich das überhaupt unter? Was vermisse ich, wenn ich es nicht kaufe?

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