Gelesen Nr. 2: Nachhaltig leben für alle von Georg Schweisfurth

Bewusster essen, kaufen, wohnen, reisen – dazu will Georg Schweisfurth in seinem Buch „Nachhaltig leben für alle“ anregen. Im großen und ganzen gelingt es dem Autor auch. Die dringlichsten Umweltprobleme werden plausibel vorgestellt und Schweisfurth gibt auch einige Tipps für ein umwelt- und menschengerechteres Leben. Für meinen Geschmack allerdings zu wenige, obwohl man spürt, dass er sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat, und das auch nicht erst seit gestern. Viele Inhalte waren mir bereits bekannt. Nachhaltigkeitsneulinge erhalten aber einen soliden Einblick in unsere heutige Welt. Wie denn beispielsweise Zuchtfische so aufwachsen, was Massentierhaltung wirklich bedeutet – auch in Sachen Antibiotika, wie unsere Textilien hergestellt werden und welche Gifte in ihnen versteckt sind und vieles mehr beschreibt der Autor recht eindringlich. Mir selbst hat das Kapitel über NGOs sehr zugesprochen, werden diese doch oftmals dafür kritisiert, dass sie sich mit Unternehmen auch mal ein einen Tisch setzen. Lediglich sein Kapitel über das Fleischessen – Schweisfurth ist gelernter Metzer – hat mir ein Runzeln auf die Stirn gejagt. Wo bitte ist man den in Westeuropa auf Fleisch angewiesen? Sein Eskimobeispiel ist meiner Ansicht nach angesichts unseres Alltags hier reichlich an den Haaren herbeigezogen. Trotzdem kommt von mir eine klare Leseempfehlung. Schweisfurth ist übrigens Mitbegründer der Basic AG.
Das nächste Buch auf meinem Lesestapel ist „Be nobody“ von Lama Marut. Da habe ich schon mal reingeluschert und nächste Woche kommt mein unerbittliches Urteil :-).

Meine Ökochallenge und meine Shoppingbeichte für KW2 bin ich euch auch noch schuldig. Die reiche ich in den nächsten Tagen nach.

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2 Gedanken zu „Gelesen Nr. 2: Nachhaltig leben für alle von Georg Schweisfurth

  1. Ronja

    Hey,
    ich kann das gut nachvollziehen… wenn ich lese oder höre: „Ich kaufe ja nur GUTES Fleisch!“ Frage ich mich immer ab wann es gut ist Tiere zu essen und wie man sie wohl gehalten hat. Und ob diese Leute sich einbilden, dass das Tier dann dankbar war, dass es zwar kein Leben hatte und nach kurzer Zeit getötet wird, die Mama ihre Kinder weg genommen bekommt und gleich wieder geschwängert wird.. ob das alles dann irgendwie „gut“ und „in bio“ sein kann..

    Liebe Grüße,
    Ronja

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  2. frauohneschuhe Autor

    Ja, das will mir auch nicht in den Kopf. Ich denke, es braucht noch viel Zeit, bis sich in den Köpfen da was ändert. Aber ich bemühe mich, auch hier die Grauzonen anzuerkennen…. bei einigen führt der Weg vom Massenfleischkonsum über artgerecht (was auch immer das sein mag) zum Vegetarier. Ganz einfach, weil sie anfangen, sich mit dem Thema überhaupt zu beschäftigen. Insofern mag ich das nicht ganz verteufeln, auch wenn mir selbst kein Tier auf den Teller kommt. Habe ja lange genug selbst auch Fleisch gegessen, einfach weil ich das für normal gehalten habe….

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