Gelesen Nummer 3: Be Nobody von Lama Marut

The word ego written in cubes

Fotolia_ Urheber_BirgitKorber

Wie erwartet hat mein Laptop endgültig das Zeitliche gesegnet. Das ist auch der Grund meiner zehntägigen Blogabstinenz. Aber jetzt bin ich wieder ausgerüstet und es kann weitergehen. Zum Beispiel bin ich euch noch meinen Eindruck zum Buch Be Nobody von Lama Marut schuldig.

Bereits nach den ersten Seiten hatte ich die Faxen dicke! Dieses Religionsgeschwafel! Und dann behauptet der Autor auch noch, Depressionen enstehen unter anderem durch eine zu starke Ichbezogenheit. Was für ein Blödsinn! Ziemlich genervt von dem Einstieg habe ich beschlossen, trotzdem durchzuhalten und weiterzulesen. Und das hat sich wirklich gelohnt. Klar und mit viel Wortwitz deckt der Autor den Zusammenhang zwischen unserem Narzissmus und unserer Unzufriedenheit auf. Und diese Unzufriedenheit sehen wir täglich – bei uns selbst oder bei unseren Mitmenschen. Überall wird lamentiert: „Ich bin krank“, „Ich verdiene zu wenig“, „Immer muss ich alles machen“, „Keiner dankt mir, was ich tue“ und so weiter und so fort. Wir alle kennen diese Sätze. Lama Marut schaut hinter die Kulissen und bringt die Lösung gegen diese omnipräsente Unzufriedenheit gleich mit. Viele seiner Ideen haben ihre Wurzeln im Buddhismus, aber spannend ist auch, dass alle Weltreligionen diesbezüglich auf den gleichen Grundsätzen aufbauen. Wer sind wir denn überhaupt? Der gleiche Mensch, der wir gestern waren? Morgen sind? Gerne wären? Wo ist unser Ich denn verankert, wenn es ein solches überhaupt gibt? Und ist dieses Ich – was auch immer es sein mag – wichtig? Wir sehen die Welt so wie wir sind, nicht wie sie ist. Dieser Satz war mir bekannt und ich dachte, ich hätte ihn verstanden. Das war allerdings mitnichten der Fall, bevor ich nicht Maruts Erklärung dazu bekommen hatte. Auch der Begriff Karma – klar weiß ich, was Karma ist, weiß doch jedes Kind – hat für mich jetzt eine neue Dimension. Viele Gedankenspiele und ihre Auflösungen machen das Buch zu einem wahren Ideenbrunnen, einem tiefen obendrein. Doch der Lama bleibt nicht bei der Theorie, mit verschiedenen Meditationsübungen zeigt er auch erste Schritte auf, wie denn dieses ganze Konstrukt in die Praxis umgesetzt werden kann.
Mein Fazit: Ich bin noch nicht fertig mit diesem Buch. Also, ich habe es natürlich komplett gelesen, aber ich denke, viele Gedanken sind mir noch verborgen geblieben. In ein paar Monaten werden ich es also nochmal zur Hand nehmen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s