Archiv des Autors: frauohneschuhe

Über frauohneschuhe

Hallo, mein Name ist Frau Ohneschuhe und ich bin "Neigschmeckte in Baden-Württemberg. Alles kann man lernen, das ist der Grundgedanke für mein Selbermachverständnis. Alles, außer Schuhmacherei - daher kommt mein Name. Ich freu mich, meine Hobbys mit euch zu teilen.

Ökochallenge Nr. 19: Fermentieren

karotte

Ich habe einen neuen Spleen: das milchsaure Einlegen von Gemüse. Lecker ist das, und gesund und obendrein kinderleicht zu machen. Salz, Wasser, Weckgläser und natürlich Gemüse ist alles, was man dafür braucht: Gemüse waschen, 20-40-prozentige Salzlake (je nach Gemüsesorte) anrühren, alles zusammen ins Glas – wer mag kann auch noch Kräuter und Gewürze mit hinzugeben – , ein kleines Tellerchen zum Beschweren des Inhaltes (damit kein Sauerstoff rankommt), Gummi drumrum und Deckel zu. Dann circa eine Woche warten. Das ist alles!

Karotten, Blumenkohl, Kohlrabi, Rettich und Zucchini habe ich auf diese Art schon haltbar gemacht.   In der Theorie, in der Praxis wurde alles bereits verspeist :-). Und das Sauerkraut wartet im speziellen Gärtopf auf seinen großen Tag.

Milchsaures ist probiotisch und hat allerhand Vitamine – das ist prima, aber ich mache es vor allem, weil es Spaß macht :-). Zur Ökochallenge zähle ich das deshalb, weil es eine Möglichkeit ist, ohne Kühlschrank Lebensmittel haltbar zu machen. Sprich: Es wird weniger weggeworfen.

Gelesen 2017: 3. Kritik der Grünen Ökonomie von Barbara Unmüßig, Thomas Fatheuer und Lili Fuhr

Selbstverständlich ist das nicht erst das dritte Buch, das ich 2017 gelesen habe. Aber wie das so ist mit dem Zeitmanagement: gut Blogbeitrag will Weile haben oder so ähnlich.

Jedenfalls hat mich die Kritik der Grünen Ökonomie wütend gemacht. Ich halte mich ja für jemanden, der halbwegs im Bilde ist, was ökologische Bestrebungen angeht. Weit gefehlt. Wie viel Greenwashing hinter sogenannten modernen Konzepten tatsächlich steckt – darüber hat mir das Buch die Augen geöffnet. Der Grundgedanke, der Natur einen (Geld)Wert zuzuschreiben, mag gar nicht so verkehrt sein, was daraus entsteht, ist eher eine Art moderner Ablasshandel. Technologiegläubigkeit und Kapitalismus als Grundpfeiler, glaubt die Grüne Ökonomie, alles ließe sich durch Umverteilungen lösen, im Grunde könne man also weitermachen wie bisher. Wie immer geht das auf Kosten von ärmeren Ländern und Naturvölkern: Emissionszertifikate können munter ge- und verkauft, Umweltbelastungen durch das Pflanzen von Bäumen – egal wo – „wert“mäßig ausgeglichen werden, sodass es zu so skurrilen Produkten wie „grünem Uran“ kommen kann. Doch die Grüne Ökonomie scheint der einzige Weg zu sein, den unsere westliche Welt sieht. Konsumreduktion ist ja schließlich vermeintlich wirtschaftsfeindlich. Die vielen negativen Folgen der Grünen Ökonomie haben mich fassungslos gemacht. Und doch, so ganz loslassen will ich diese Idee nicht. Das ist das sprichwörtliche: Besser als gar nichts. Es bleibt zu hoffen, dass diese Art globalen Wirtschaftens nur eine Zwischenetappe auf dem Weg zu wirklicher Nachhaltigkeit ist.

 

 

Ökochallenge Nr. 18: Etepetete-Box – extravagantes Gemüse

Am Donnerstag kam die erste Etepetete-Box. Die Gemüseretterbox enthält ausschließlich Bioware, die wegen ihres Aussehens dem Mülleimer anheim fallen würde. In meiner Box gab es riesige Radieschen und ebenso voluminöse Äpfel. Dafür hatten die Kartoffeln und Kiwis nur Tischtennisballgröße. Etwas unförmig war der Sellerie und die Karotten krümmten sich leicht. Was an den Zucchini, der Aubergine und den Avocado nicht der Norm entsprach, ist mir allerdings ein Rätsel. Fakt ist, alles, was ich bisher aus der Kiste verspeist habe, zergeht auf der Zunge. Knapp 20 Euro kostet die sie – auf dem Markt hätte ich für den Inhalt sicher mehr hingeblättert. Der einzige Wermutstropfen ist die Verpackung. Zwar besteht sie nicht aus Plastik, sondern aus Karton, doch handelt es sich trotzdem um Einwegmaterial. Meine andere Gemüsebox wird im Plastikkorb geliefert. Der Anbieter nimmt das Behältnis wieder mit und füllt ihn erneut. Ich hoffe, wenn es mehr Etepetete-Box-Kunden in meiner Gegend gibt, stellen auch die Gemüseretter auf einen eigenen Lieferanten inkl. Mehrwegsystem um. Generell ist ja das Liefern lassen sehr umstritten. Ich bin mir da so sicher nicht, ob es nicht vielleicht sogar umweltfreundlicher ist, als mit dem eigenen Auto zum Supermarkt zu fahren – dorthin muss die Ware ja schließlich auch irgendwie gelangen. Durchgerechnet habe ich das aber nicht. Auf jeden Fall werde ich erst mal bei diesem Abo bleiben, bin schon auf die nächste Box gespannt.

 

Immer Montags: Gegencheck der Vorsätze KW 13

Dem aufmerksamen Leser ist es nicht entgangen, dass ich seit Wochen keinen Gegencheck mehr gepostet habe. Der Grund dafür ist banal: Es ändert sich gerade nichts 🙂 Aber zur Selbstkontrolle kann es ja hin und wieder nicht schaden, sich das Vorhaben ins Gedächtnis zu rufen.

Kaufverhalten verändern: Gekauft habe ich eine Kassette für das Etikettiergerät und ein paar Übergangsschuhe von Bourgeois Boheme . Natürlich vegan :-). Bald steht allerdings der Sommer/Frühjahrseinkauf auf dem Plan. Ich habe mir vorgenommen, im April den Kleiderschrank durchzugehen und alles, was ich brauche (also wirklich brauche!) im April in einem Schwung zu kaufen – um dann erst wieder im Oktober zuzuschlagen. Bin sehr gespannt, wie das Vorhaben verläuft

52 Bücher lesen: Kritik der grünen Ökonomie habe ich ungefähr dreiviertel durch. So spannend wie es ist, so zäh ist es auch. Dafür habe ich Meistens alles sehr schnell und Die sieben Tode des Max Leif gelesen – und schon wieder eine Menge Bücher auf dem SUB liegen.

Ökoverbesserungen: nix Neues hier: Wie immer vegan, möglichst ohne Auto und immer auf der Suche nach plastikfreien Möglichkeiten.

Money Challenge: Haushaltsbuch läuft. Wobei ich im März hart an die Grenze komme, was vor allem einem Kurztrip in die Berge geschuldet ist. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Einfachheit: ein paar Dinge konnte ich tatsächlich entsorgen – aber gut voran komme ich derzeit nicht wirklich.

Planen: Alles schön geplant 🙂 Wenn mein Zahnarzttermin diese Woche überstanden ist, werden die anderen Pflichttermine ausgemacht.

Gelesen 2017: 2. Meistens alles sehr schnell von Christopher Kloeble

Wow! Endlich mal wieder eine richtig intelligente Geschichte. Fred, 60 Jahre alt und geistig behindert, hat nicht mehr lange zu leben. Sein Sohn Albert ist im Waisenhaus aufgewachsen. Die letzten Monate seines Vaters will er nutzen, um doch noch zu erfahren, wer seine Mutter ist und wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass Fred Nachwuchs hat. Hinter dieser äußeren Rahmenhandlung entspinnt sich ein Geflecht aus historischem Roman, verzwickter Familiengeschichte und morbiden Ereignissen. Die auf fatale Weise miteinander verflochteneren Schicksale der Dorfbewohner, ein großer Tabubruch und die langsame Auflösung vieler Geheimnisse hinterlassen beim Leser gemischte Gefühle. Kloeble zeichnet die Charaktere seiner Figuren sehr feinsinnig und lässt sich dabei nicht verleiten, kitschig zu werden. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

 

Gelesen 2017: 1. Die sieben Tode des Max Leif: Ein Hypochonder-Roman

Wirklich  spät bin ich dieses Jahr mit meinem ersten Buch-Blogbeitrag dran. „Die sieben Tode des Max Leif: Ein Hypochonder-Roman“ von Juliane Käppler hat soeben meinen SUB verlassen. Max ist genau das Inbild eines Karrieretypen: Drei Autos, ein Konto voller Kohle und ein schmuckes Haus samt russischer Putzfrau – doch irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Es könnte die Tse-Tse-Fliege sein, oder doch vielleicht ein Tumor? Immer wieder treibt ihn die Todesangst zu seiner bärbeißigen Ärztin. Die Ursache entpuppt sich schließlich in einem ganz anderen Bereich, aber allzu viel verraten will ich  nicht.

Ich finde, das Buch beginnt sehr witzig. Man ist neugierig auf die Sorgen des Lebemanns Max – dass es nichts Ernstes sein kann, lässt ja der Titel bereits erahnen. So ist die erste Hälfte gespickt mit skurrilen Absurditäten, wegen derer der Yuppie immer wieder um sein Leben bangt. Dann allerdings lässt die Story meiner Ansicht nach ziemlich nach, zu vorhersehbar ist sie – auch was mit seinem Dobermann Hannibal passieren wird, ist ziemlich durchschaubar. Nett zwischendurch zu lesen – mehr aber auch nicht.

Immer Montags: Gegencheck der Vorsätze KW 6

Kaufverhalten verändern: Gekauft habe ich noch ein kleines Gewächshaus. Jetzt kann die Gartensaison nun wirklich kommen.

52 Bücher lesen: Nachdem ich leeeeeiiider alle verfügbaren Staffeln von Transparent gesehen habe, kam ich tatsächlich wieder zum Lesen. Kritik der grünen Ökonomie habe ich ungefähr halb durch. Leicht zu lesen ist das gute Stück nicht gerade, aber dafür sehr interessant.

Ökoverbesserungen: ne – Fehlanzeige. Mir fällt einfach nix ein. Bitte inspiriert mich 🙂

Money Challenge: Haushaltsbuch läuft.

Einfachheit: wieder fleißig aussortiert, z.B. eine olle Winterjacke, die ich nicht mehr anziehe und der Füllung schon so durch war, dass ich sie nicht mal mehr spenden wollte. Dank Besuch habe ich auch noch geputzt wie der Teufel.

Planen: Im Planen bin ich große Klasse – erstaunlicherweise setze ich die Pläne derzeit sogar um.