Archiv der Kategorie: Ökochallenge

Ökochallenge Nr. 19: Fermentieren

karotte

Ich habe einen neuen Spleen: das milchsaure Einlegen von Gemüse. Lecker ist das, und gesund und obendrein kinderleicht zu machen. Salz, Wasser, Weckgläser und natürlich Gemüse ist alles, was man dafür braucht: Gemüse waschen, 20-40-prozentige Salzlake (je nach Gemüsesorte) anrühren, alles zusammen ins Glas – wer mag kann auch noch Kräuter und Gewürze mit hinzugeben – , ein kleines Tellerchen zum Beschweren des Inhaltes (damit kein Sauerstoff rankommt), Gummi drumrum und Deckel zu. Dann circa eine Woche warten. Das ist alles!

Karotten, Blumenkohl, Kohlrabi, Rettich und Zucchini habe ich auf diese Art schon haltbar gemacht.   In der Theorie, in der Praxis wurde alles bereits verspeist :-). Und das Sauerkraut wartet im speziellen Gärtopf auf seinen großen Tag.

Milchsaures ist probiotisch und hat allerhand Vitamine – das ist prima, aber ich mache es vor allem, weil es Spaß macht :-). Zur Ökochallenge zähle ich das deshalb, weil es eine Möglichkeit ist, ohne Kühlschrank Lebensmittel haltbar zu machen. Sprich: Es wird weniger weggeworfen.

Ökochallenge Nr. 18: Etepetete-Box – extravagantes Gemüse

Am Donnerstag kam die erste Etepetete-Box. Die Gemüseretterbox enthält ausschließlich Bioware, die wegen ihres Aussehens dem Mülleimer anheim fallen würde. In meiner Box gab es riesige Radieschen und ebenso voluminöse Äpfel. Dafür hatten die Kartoffeln und Kiwis nur Tischtennisballgröße. Etwas unförmig war der Sellerie und die Karotten krümmten sich leicht. Was an den Zucchini, der Aubergine und den Avocado nicht der Norm entsprach, ist mir allerdings ein Rätsel. Fakt ist, alles, was ich bisher aus der Kiste verspeist habe, zergeht auf der Zunge. Knapp 20 Euro kostet die sie – auf dem Markt hätte ich für den Inhalt sicher mehr hingeblättert. Der einzige Wermutstropfen ist die Verpackung. Zwar besteht sie nicht aus Plastik, sondern aus Karton, doch handelt es sich trotzdem um Einwegmaterial. Meine andere Gemüsebox wird im Plastikkorb geliefert. Der Anbieter nimmt das Behältnis wieder mit und füllt ihn erneut. Ich hoffe, wenn es mehr Etepetete-Box-Kunden in meiner Gegend gibt, stellen auch die Gemüseretter auf einen eigenen Lieferanten inkl. Mehrwegsystem um. Generell ist ja das Liefern lassen sehr umstritten. Ich bin mir da so sicher nicht, ob es nicht vielleicht sogar umweltfreundlicher ist, als mit dem eigenen Auto zum Supermarkt zu fahren – dorthin muss die Ware ja schließlich auch irgendwie gelangen. Durchgerechnet habe ich das aber nicht. Auf jeden Fall werde ich erst mal bei diesem Abo bleiben, bin schon auf die nächste Box gespannt.

 

Ökochallenge Nr. 17: Nicht kleckern, klotzen! Ich habe einen neuen Job

Bisher bestand die Challenge überwiegend aus Kleinkram. Ich bin jetzt einen Schritt gegangen, der eigentlich für zehn Challengepunkte zählen sollte. Mein Job in der freien Wirtschaft ist passe. Knapp zehn Jahre war ich in diesem Unternehmen – eine lange Zeit. Schon eine ganze Weile trug ich den Gedanken mit mir herum, in einer gemeinnützigen Organisation für das Wohl der Tiere arbeiten zu wollen. Und jetzt ist es passiert. Seit Oktober habe ich genau solch einen Beruf. Noch ist alles sehr neu und ich muss mich erst eingewöhnen. Ich freue mich allerdings total, dass ich jetzt etwas habe, bei dem ich die Sinnfrage eindeutig mit „ja klar!“ beantworten kann.

Ökochallenge Nr. 16 – ein Monat Car(e)free

traffic jams in the city, road, rush hour

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Schleppend geht es voran mit meiner Ökochallenge. Mindestens ebenso langsam kommt man auf Stuttgarts Straßen mit dem Auto zum Ziel. Meine nächste Aufgabe soll also beide Ärgernisse beseitigen. Ich werde (zunächst) einen Monat auf mein kleines Autochen verzichten. Das heißt, zur Arbeit, in die Stadt und in die nähere Umgebung düse ich entweder mit eigener Muskelkraft auf dem Fahrrad oder ich nutze die Öffentlichen Verkehrsmittel. Einen kleinen Joker gibt es aber: Bei uns übernimmt in der Regel der MannohneSchuhe das Einkaufen. Dafür bin ich ihm sehr sehr dankbar – ich hasse Läden! Und für Getränkekisten etc. steht im natürlich nach wie vor das Töfftöff zur Verfügung. Gleiches gilt für Tierarztbesuche, es sind zwar aktuell keine geplant aber man weiß nie. Ich möchte den Miezen und auch den anderen S-Bahn-Fahrern gerne das unerträgliche maunzende Gejammer ersparen – mir selbst auch. Aber alles andere wird ohne die Karre erledigt. Und irgendwie freue ich mich da sogar drauf. Wie haltet ihr es mit der Fortbewegung?

Ökochallenge Nr. 15 – Öl im Gesicht

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So das Gesicht ist nun blitzeblank sauber und was kommt jetzt? Richtig, die Creme oder das Fluid! Beides besitze ich aber nicht, so kommt auf meine Haut pures Öl. Derzeit ist das Jojobaöl. Und ehrlich gesagt: Ich bin (noch?) nicht wirklich begeistert. Ich glänze nach dem Einölen wie eine Speckschwarte, was ja zu erwarten war. Außerdem vermisse ich tatsächlich den Geruch von parfümierten Cremes, so merkwürdig das auch klingt. Diese plastikverpackten Chemiebomben will ich mir aber nicht zumuten. Zudem werden noch immer die meisten Cremes mittels Tierversuchen „geprüft“. Also ich weiß auch nicht wirklich, vielleicht sollte ich das Selberrühren mal angehen. Oder auf ein anderes Öl umsteigen. Habt ihr mir vielleicht Tipps und Erfahrungswerte dazu? Dafür wäre ich sehr dankbar.

Ökochallenge Nr. 14 – Seife fürs Gesicht

Soap, isolated
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Um mit der Challenge voranzukommen, scheint es sich zu bewähren, einfach den Tagesablauf durchzugehen. Die Zähne sind also mit der Kurkumazahnpasta wunderbar weiß geschrubbt. Was kommt dann? Das Gesicht! Und das wasche ich nicht wie früher mit irgendeiner Lotion, die aus einer Plastiktube fließt und im schlimmsten Fall noch an Tieren getestet wurde. Nein, das wird seit einer Weile mit Gesichtsseife gereinigt. Komplett ohne Plastik und ohne Palmöl. Leider oder glücklicherweise hält die schon so lange, dass ich weder den Namen noch weiß, noch wo ich sie gekauft habe – nämlich schon über ein Jahr. Die lange Nutzungsdauer zeigt auch, dass ich begeistert von der Seife bin. Zwar kämpfe ich (mit 40!) immer noch ab und an mit Unreinheiten (dafür habe ich kaum Falten ;-)), doch seit ich das Waschen umgestellt habe, sieht die Visage schon viel ansehnlicher aus. Praktisch ist das feste Stück auch für Menschen, die öfter nur mit Handgepäck fliegen, schließlich zählt sie nicht zu den Flüssigkeiten und man kann zur Not den gesamten Körper damit entschmutzen.

Habt ihr auch Erfahrungen mit Gesichtsseife? Oder Empfehlungen?

 

 

Ökochallenge Nr. 13 – Zahnpasta selbst gemacht

Zahnpasta

Dem aufmerksamen Leser ist es nicht verborgen geblieben, dass ich mit meiner Ökochallenge total hinterherhinke. Aber den Kopf in den Sand stecken? Nö – nicht mit mir. Allein, es fehlt der Ideenreichtum. Um selbigen (wieder) zu finden bin ich einfach Schritt für Schritt meinen Tagesablauf durchgegangen: Ich schäle mich aus dem Bett, tapse ins Bad und greife zu Zahnbürste und Zahnpasta. Halt Moment, da war doch was! Zahnpasta ist in Plastik verpackt und mit allerlei chemischen Zusatzstoffen garniert. Hier könnte ich ansetzen. Flugs gegoogelt und ein einfaches Rezept gefunden: Kokosöl und Kurkuma, was ja als entzündungshemmendes Naturheilmittel bekannt ist. Dass es auch Zähne aufhellt, war mir neu. Beides habe ich eigentlich immer im Haus. Tatsächlich ist das Gefühl und der Geschmack beim Zähneputzen etwas ungewohnt, aber die Beißerchen werden durchaus sauber.

Ich gestehe, dass ich auch Besitzerin einer elektrischen Zahnbürste bin – natürlich aus Plastik. Die schmeiße ich nicht einfach weg, solange sie wunderbar funktioniert. Da fände ich den Frevel noch größer. Sollte sie eines Tages den Geist aufgeben, kann ich immer noch darüber nachdenken, auf Holz- oder Bambus umzusteigen.