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Gelesen 2017: 1. Die sieben Tode des Max Leif: Ein Hypochonder-Roman

Wirklich  spät bin ich dieses Jahr mit meinem ersten Buch-Blogbeitrag dran. „Die sieben Tode des Max Leif: Ein Hypochonder-Roman“ von Juliane Käppler hat soeben meinen SUB verlassen. Max ist genau das Inbild eines Karrieretypen: Drei Autos, ein Konto voller Kohle und ein schmuckes Haus samt russischer Putzfrau – doch irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Es könnte die Tse-Tse-Fliege sein, oder doch vielleicht ein Tumor? Immer wieder treibt ihn die Todesangst zu seiner bärbeißigen Ärztin. Die Ursache entpuppt sich schließlich in einem ganz anderen Bereich, aber allzu viel verraten will ich  nicht.

Ich finde, das Buch beginnt sehr witzig. Man ist neugierig auf die Sorgen des Lebemanns Max – dass es nichts Ernstes sein kann, lässt ja der Titel bereits erahnen. So ist die erste Hälfte gespickt mit skurrilen Absurditäten, wegen derer der Yuppie immer wieder um sein Leben bangt. Dann allerdings lässt die Story meiner Ansicht nach ziemlich nach, zu vorhersehbar ist sie – auch was mit seinem Dobermann Hannibal passieren wird, ist ziemlich durchschaubar. Nett zwischendurch zu lesen – mehr aber auch nicht.

Gelesen Nr. 2: Nachhaltig leben für alle von Georg Schweisfurth

Bewusster essen, kaufen, wohnen, reisen – dazu will Georg Schweisfurth in seinem Buch „Nachhaltig leben für alle“ anregen. Im großen und ganzen gelingt es dem Autor auch. Die dringlichsten Umweltprobleme werden plausibel vorgestellt und Schweisfurth gibt auch einige Tipps für ein umwelt- und menschengerechteres Leben. Für meinen Geschmack allerdings zu wenige, obwohl man spürt, dass er sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat, und das auch nicht erst seit gestern. Viele Inhalte waren mir bereits bekannt. Nachhaltigkeitsneulinge erhalten aber einen soliden Einblick in unsere heutige Welt. Wie denn beispielsweise Zuchtfische so aufwachsen, was Massentierhaltung wirklich bedeutet – auch in Sachen Antibiotika, wie unsere Textilien hergestellt werden und welche Gifte in ihnen versteckt sind und vieles mehr beschreibt der Autor recht eindringlich. Mir selbst hat das Kapitel über NGOs sehr zugesprochen, werden diese doch oftmals dafür kritisiert, dass sie sich mit Unternehmen auch mal ein einen Tisch setzen. Lediglich sein Kapitel über das Fleischessen – Schweisfurth ist gelernter Metzer – hat mir ein Runzeln auf die Stirn gejagt. Wo bitte ist man den in Westeuropa auf Fleisch angewiesen? Sein Eskimobeispiel ist meiner Ansicht nach angesichts unseres Alltags hier reichlich an den Haaren herbeigezogen. Trotzdem kommt von mir eine klare Leseempfehlung. Schweisfurth ist übrigens Mitbegründer der Basic AG.
Das nächste Buch auf meinem Lesestapel ist „Be nobody“ von Lama Marut. Da habe ich schon mal reingeluschert und nächste Woche kommt mein unerbittliches Urteil :-).

Meine Ökochallenge und meine Shoppingbeichte für KW2 bin ich euch auch noch schuldig. Die reiche ich in den nächsten Tagen nach.